Rocker und Biker: Der Mythos

Im deutschen werden Rocker als eher gewaltbereite Motorradfans bezeichnet, meistens als Gangs zusammengeschlossen. Dabei handelt es sich aber um einen sprachlichen Irrtum. Die eigentlichen Rocker waren zwar auch Motoradfans, leiteten ihren Namen aber von der Rock’n’Roll-Musik ab. Sie hatten sich in den 60er Jahren gebildet, und war vor allem ein englisches Phänomen. Der deutsche Rockerbegriff lehnt sich eher an die Biker der USA an, die sich in der Tat zu Clubs zusammen geschlossen hatten. Einige kamen auch etwas vom rechten Pfad ab, wie zum Beispiel die berühmten Hells Angels aus den USA.

Heute wird auch in Deutschland entweder der amerikanische Name Biker benutzt oder von Angehörigen von Motorradclubs und Motorradfreunden gesprochen. Zwar hatten die Hells Angels auch Filialen in Deutschland und es gab auch gewaltbereite Clubs wie die Bones. Aber die Szene heute besteht weitgehend aus Motorradfans, die sich als Verein verstehen, mit Regularien wie das Tragen der Vereinskutte, Eintrittsritualen und Aufnähern, die Aufschluss über den Rang und Besonderheiten des Mitglieds geben. So sind manche stolze Harley-Davidson Besitzer (oft zu erkennen an der 74) andere haben Gedenk- oder Freundschaftsabzeichen.

Bis auf weniger Ausnahmen sind Motoradclubs reine Männerversammlungen, allerdings haben sich auch einige Frauenclubs gegründet. Der gemischte Club ist aber eine absolute Seltenheit.