Elektrische Motorräder im Kommen

Die Autos haben es vorgemacht und so war es nur eine Frage der Zeit wann auch die Motorradhersteller an E-Bikes der großen Klasse arbeiten. In China sind elektrische Motorbikes bereits täglich im Straßenverkehr zu sehen, manche Städte haben Benzinmotoren gänzlich verbannt.

Honda hat in 2017 ein Elektromotorrad vorgestellt, dass sich auch noch selbst ausbalancieren kann, ohne dass der Fahrer Hand anlegen muss. Sinn der Riding Assist-e Technik ist es das Fahrzeug vor allem bei niedrigen Geschwindigkeiten zu stabilisieren. Damit richtet es sich vor allem an die Pendler, die jeden Tag im Stau stehen oder im Schrittverkehr unterwegs sind. Allerdings tut man sich immer noch im Bereich Superbikes schwer, aus der Studie RC-E wurde nichts und nun hat man den Fokus auf Scooter gelegt.

Sportliches Geländebike
Die schwedische Firma Cake hingegen will sich mit einem Elektroantrieb ausgerechnet im Enduromarkt bewähren. Das Modell Kalk wiegt gerade mal 70 Kilogramm und hat eine Reichweite von 80 Kilometer mit einer Ladung. Wer sich die Maschine anschaut, wird sich wundern, ob man da ein etwas aufgemotztes Mountainbike sieht oder eine etwas geschrumpfte Enduro. Der Motor liefert 15kW und sitzt dort wo sich sonst das Getriebe befinden, die Batterie ist unter dem Sitz versteckt. Übers Display können drei verschiedene Modi zum Fahren eingestellt werden, außerdem sieht man den Stand der Energierückgewinnung und kann die Bremsleistung des Motors einstellen. Konzipiert wurde das 14.000 Euro teure Gefährt für den Offroad-Betrieb (die Rehe werden sich über den leisen Motor freuen), deshalb hat es keine Beleuchtung und sieht ein wenig wie eine Speedwaymaschine aus.

Marktführer im Bereich Elektromotorräder ist derzeit die amerikanische Firma Zero, die zwischen 350 (Stadtverkehr) und 180 (Autobahn) Kilometer Reichweite hat und auf den ersten Blick von einem Benzinbike nicht zu unterscheiden ist.